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Welche Sprache?

Welche Sprache ist für Deutschsprachige am leichtesten?

„Welche Sprache ist am einfachsten?“ ist eine der häufigsten Fragen beim Sprachenlernen. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, denn „leicht“ hängt davon ab, welche Sprachen du schon sprichst. Für Deutschsprachige gibt es aber durchaus Sprachen, bei denen du einen klaren Vorsprung hast, und andere, bei denen du etwas mehr Geduld brauchst.

Hier ein ehrlicher Blick auf die neun Sprachen, die du in Parlumi lernen kannst: Englisch, Niederländisch, Schwedisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Katalanisch, Französisch und, für Deutschsprachige natürlich weniger relevant, Deutsch.

Was eine Sprache „leicht“ macht

Vier Faktoren entscheiden, wie schnell du vorankommst:

  1. Wortschatz: Wie viele Wörter erkennst du wieder?
  2. Grammatik: Funktioniert sie ähnlich wie deine eigene, oder musst du umdenken?
  3. Aussprache und Schrift: Wird geschrieben, wie gesprochen wird?
  4. Kontakt: Wie oft hörst du die Sprache im Alltag, in Filmen, Musik, im Urlaub?

Und dann gibt es einen fünften Faktor, der oft wichtiger ist als alle anderen: deine Motivation. Eine „schwere“ Sprache, die du liebst, lernst du schneller als eine „leichte“, die dich langweilt.

Germanische Sprachen: dein Heimvorteil

Niederländisch

Für die meisten Deutschsprachigen ist Niederländisch die Sprache mit dem größten Vorsprung. Viele Wörter sind fast identisch (water, huis, boek, drinken), der Satzbau funktioniert sehr ähnlich, inklusive Verb am Ende im Nebensatz: Ik weet dat hij morgen komt. (Ich weiß, dass er morgen kommt.) Gleichzeitig ist die Grammatik einfacher: Es gibt praktisch keine Fälle mehr.

Die Hürden: die Aussprache mit dem kehligen g und Lauten wie ui, einige gemeine falsche Freunde, und die Wahl zwischen den Artikeln de und het. Außerdem wechseln viele Niederländer schnell ins Englische, was das Üben erschwert.

Schwedisch

Auch Schwedisch hat viele vertraute Wörter (hus, bok, mjölk, komma), und die Grammatik ist in mancher Hinsicht einfacher als die deutsche: keine Fälle, und Verben ändern sich nicht nach Person (jag är, du är, vi är).

Die Hürden: die Aussprache mit Lauten, die es im Deutschen nicht gibt, die singende Satzmelodie, und der bestimmte Artikel, der an das Wort angehängt wird (boken = das Buch). Wer das einmal geknackt hat, kommt aber erstaunlich schnell voran.

Englisch

Englisch ist ebenfalls germanisch, und du hast es wahrscheinlich in der Schule gelernt und hörst es täglich. Die Grammatik ist an vielen Stellen schlanker als die deutsche. Dafür sind Rechtschreibung und Aussprache oft unberechenbar (though, through, tough) und die Zeitformen mit ihrer Verlaufsform eine echte Umstellung.

Romanische Sprachen: anders, aber gut machbar

Romanische Sprachen sind mit dem Deutschen weniger eng verwandt. Trotzdem kennst du über Fremdwörter und Latein viel Wortschatz: universidad, problema, informazione, possibilité.

Spanisch

Spanisch gilt für viele Deutschsprachige als die zugänglichste romanische Sprache. Die Aussprache ist regelmäßig, geschrieben wird weitgehend, wie gesprochen wird, und du hörst die Sprache in Musik und auf Reisen. Die Hürden: die vielen Verbformen, ser und estar sowie der Subjuntivo, den es so im Deutschen nicht gibt.

Italienisch

Ähnlich zugänglich wie Spanisch, mit einer sehr regelmäßigen Aussprache, die Deutschsprachigen meist leichtfällt. Auch hier sind die Verbformen der größte Brocken. Wer schon Spanisch kann, profitiert enorm.

Portugiesisch

Grammatisch nah am Spanischen, aber die Aussprache ist anspruchsvoller: Nasalvokale wie in pão (Brot) und viele abgeschwächte Silben. Das brasilianische Portugiesisch, das Parlumi unterrichtet, gilt für Lernende oft als etwas leichter verständlich als das europäische.

Katalanisch

Katalanisch ist ebenfalls romanisch und liegt sprachlich zwischen Spanisch und Französisch. Für Deutschsprachige ohne romanische Vorkenntnisse ist es ungefähr so schwer wie Spanisch. Wer in Katalonien lebt oder Spanisch schon spricht, hat einen großen Vorteil.

Französisch

Französisch ist für viele Deutschsprachige die anspruchsvollste der neun. Nicht wegen der Grammatik, sondern wegen der Kluft zwischen Schrift und Aussprache: Viele Buchstaben spricht man nicht, und gesprochenes Französisch klingt anfangs wie eine einzige lange Wortkette. Dafür kennst du über Wörter wie Restaurant, Garage oder Portemonnaie schon einiges.

Unsere ehrliche Einschätzung

Grob sortiert, aus Sicht einer deutschsprachigen Person, die Englisch schon auf Schulniveau spricht:

Etwas leichterMittelEtwas mehr Geduld nötig
Niederländisch, EnglischSchwedisch, Spanisch, ItalienischKatalanisch, Portugiesisch, Französisch

Diese Einteilung ist eine Tendenz, keine feste Rangliste. Schwedisch könnte man genauso gut zu den „etwas leichteren“ zählen, wenn dir die Aussprache liegt. Und wer schon Spanisch spricht, rutscht mit Katalanisch, Portugiesisch und Italienisch in die mittlere oder sogar leichte Spalte.

Wie du die richtige Sprache findest

  • Frag dich, wofür du sie brauchst. Job, Urlaub, Familie, Umzug? Eine Sprache, die du benutzt, lernst du schneller.
  • Hör hinein. Welcher Klang gefällt dir? Das klingt banal, aber Freude am Klang hält dich bei der Stange.
  • Nutze Brücken. Wer eine romanische Sprache kann, hat es bei der nächsten viel leichter. Gleiches gilt für Niederländisch und Schwedisch dank Deutsch und Englisch.

In Parlumi werden alle Kurse für Deutschsprachige erklärt, und die App weist dich auf falsche Freunde hin. Probier ruhig zwei Sprachen ein paar Tage aus, bevor du dich entscheidest.

Am Ende ist die leichteste Sprache die, die du jeden Tag ein paar Minuten lernst.

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