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Kultur

15 englische Redewendungen, die du wörtlich nicht verstehst

Stell dir vor, eine Kollegin sagt vor deiner Präsentation: „Break a leg!“ Wörtlich wünscht sie dir einen Beinbruch. Tatsächlich wünscht sie dir viel Glück. Und das Schöne daran: Im Deutschen sagen wir fast dasselbe, nämlich „Hals- und Beinbruch“.

Redewendungen (idioms) gehören zu den schwierigsten und zugleich lustigsten Seiten jeder Sprache. Wörtlich übersetzt ergeben sie oft keinen Sinn, aber im Alltag hörst du sie ständig. Hier sind 15 englische Redewendungen, die du kennen solltest, mit Bedeutung, Beispiel und dem passenden deutschen Gegenstück.

Wenn Englisch und Deutsch sich ähneln

Manche Redewendungen gibt es in beiden Sprachen fast gleich. Die merkst du dir besonders leicht.

1. Break a leg

  • Bedeutung: Viel Glück! (vor allem vor einem Auftritt, einer Prüfung, einer Präsentation)
  • Beispiel: Your interview is today? Break a leg!
  • Auf Deutsch: Hals- und Beinbruch! / Toi, toi, toi!

2. To hit the nail on the head

  • Bedeutung: genau das Richtige sagen, den Kern treffen
  • Beispiel: You hit the nail on the head, that's exactly the problem.
  • Auf Deutsch: den Nagel auf den Kopf treffen

3. I'm all ears

  • Bedeutung: Ich höre dir aufmerksam zu.
  • Beispiel: You have a better idea? I'm all ears.
  • Auf Deutsch: Ich bin ganz Ohr.

Wenn du wörtlich auf dem Holzweg bist

4. It's raining cats and dogs

  • Bedeutung: Es regnet sehr stark.
  • Beispiel: Take an umbrella, it's raining cats and dogs.
  • Auf Deutsch: Es regnet in Strömen. / Es schüttet wie aus Eimern.

Kleiner Hinweis: Viele Lehrbücher lieben diesen Ausdruck, im Alltag hörst du aber häufiger It's pouring (down).

5. A piece of cake

  • Bedeutung: etwas sehr Einfaches
  • Beispiel: The test was a piece of cake.
  • Auf Deutsch: ein Kinderspiel, ein Klacks

6. To pull someone's leg

  • Bedeutung: jemanden veräppeln, auf den Arm nehmen
  • Beispiel: Relax, I'm just pulling your leg.
  • Auf Deutsch: jemanden auf den Arm nehmen

Lustig: Im Englischen ist es das Bein, im Deutschen der Arm.

7. To beat around the bush

  • Bedeutung: nicht zur Sache kommen, um ein Thema herumreden
  • Beispiel: Stop beating around the bush and tell me what happened.
  • Auf Deutsch: um den heißen Brei herumreden

8. To spill the beans

  • Bedeutung: ein Geheimnis ausplaudern
  • Beispiel: Who spilled the beans about the surprise party?
  • Auf Deutsch: etwas ausplaudern, sich verplappern

9. Once in a blue moon

  • Bedeutung: sehr selten
  • Beispiel: I only go to the cinema once in a blue moon.
  • Auf Deutsch: alle Jubeljahre

10. To cost an arm and a leg

  • Bedeutung: sehr teuer sein
  • Beispiel: That new phone costs an arm and a leg.
  • Auf Deutsch: ein Vermögen kosten, sündhaft teuer sein

11. To bite the bullet

  • Bedeutung: etwas Unangenehmes tapfer hinter sich bringen
  • Beispiel: I hate going to the dentist, but I'll just have to bite the bullet.
  • Auf Deutsch: in den sauren Apfel beißen

12. Under the weather

  • Bedeutung: sich etwas krank oder schlapp fühlen
  • Beispiel: I'm feeling a bit under the weather today, I think I'll stay home.
  • Auf Deutsch: angeschlagen sein, nicht ganz auf dem Damm sein

Im Büro und unter Freunden

13. The ball is in your court

  • Bedeutung: Jetzt bist du an der Reihe, eine Entscheidung zu treffen oder zu handeln.
  • Beispiel: I've sent them our offer. The ball is in their court now.
  • Auf Deutsch: Du bist am Zug.

14. To call it a day

  • Bedeutung: für heute Schluss machen
  • Beispiel: It's almost seven. Let's call it a day.
  • Auf Deutsch: Feierabend machen, für heute Schluss machen

15. Not my cup of tea

  • Bedeutung: nicht mein Geschmack, nicht mein Ding
  • Beispiel: Horror films aren't really my cup of tea.
  • Auf Deutsch: nicht mein Ding, nicht mein Fall

Achtung: my cup of tea steht fast immer in der Verneinung. Wer etwas mag, sagt eher I really like it oder It's right up my street.

Warum Redewendungen so schwierig sind

Redewendungen funktionieren wie kleine Bilder. Ihre Bedeutung ergibt sich nicht aus den einzelnen Wörtern, sondern aus Geschichte, Kultur und Gewohnheit. Deshalb hilft ein Wörterbuch Wort für Wort selten weiter. Drei Tipps:

  • Lerne sie im Zusammenhang. Eine Redewendung bleibt hängen, wenn du sie in einer Situation gehört hast, zum Beispiel in einer Serie.
  • Nutze sie sparsam. Wer jeden zweiten Satz mit einem Idiom würzt, klingt eher nach Lehrbuch als nach Muttersprachler. Zwei, drei passende Redewendungen wirken natürlicher.
  • Achte auf die Situation. Manche Ausdrücke sind locker, andere eher britisch oder amerikanisch. Im Zweifel hörst du einfach zu, wie andere sie benutzen.

Fazit

Redewendungen sind das Salz in der Suppe einer Sprache. Sie zeigen, wie Menschen denken, und sie machen Gespräche lebendiger. Fang mit den Ausdrücken an, die es auch im Deutschen gibt, und ergänze nach und nach die anderen. In Parlumi begegnen dir solche Wendungen auch in kurzen Geschichten, in denen du sie im Zusammenhang erlebst.

Und wenn dir jemand das nächste Mal Break a leg! wünscht, weißt du: Hals- und Beinbruch, und du wirst das schon schaffen.

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